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Liedgut in Münstertal

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(Kurzfilm vom 12.11.2013 zum Volksliedertreffen)

Volksliedertreffen über den Winter 2019/2020 * Beginn von November bis Ende März 2020jeden Dienstag um 18.00 Uhr Im Gasthaus Hirschen Münstertal

MÜNSTERTAL.Waldemar Ortlieb steht auf, klingelt mit einer kleinen Kuhglocke, es wird etwas ruhiger in der voll besetzten Gaststube. "Sepp, bisch bereit?" Josef Pfefferle, der Handharmonikaspieler, nickt. "Nummer 33." Und los geht es mit dem Bozener Bergsteigerlied "Wohl ist die Welt so groß und weit und voller Sonnenschein ...".Etwa 70 Sängerinnen und Sänger der Altersgruppe 60-Plus haben sich am Dienstag zum Volksliedersingen der "Initiative zur Pflege alten Liedguts im Münstertal" im Gasthaus Hirschen im Ortsteil Münsterhalden versammelt. Es ist das ersten Sommertreffen überhaupt, üblicherweise findet das Volksliedersingen nämlich nur im Winterhalbjahr zwischen November und Ostern statt, dann aber wöchentlich. "Ich habe mich überreden lassen, auch ein Treffen im Sommer anzusetzen", erzählt der 71-jährige Waldemar Ortlieb aus Münstertal, der Vater der Initiative. Die Sänger kommen zu etwa einem Drittel aus Münstertal, der Rest aus der näheren und weiteren Umgebung.Viele von ihnen sind von Anfang an dabei, seit Herbst 2003, und die meisten kommen regelmäßig. Den weitesten Weg, etwa 50 Kilometer, haben wohl Lucienne und Antoine Bellicam aus Ste. Croix im Elsass. "Wir haben zufällig bei einem Besuch im Gasthaus Hirschen die Ankündigung zum Volksliedersingen entdeckt", sagt Lucienne Bellicam. Seither sind sie jedes Mal dabei, "denn das gefällt uns und die Leute sind sehr charmant." Johanna Wiesler und Klaus Karle aus dem Münstertäler Ortsteil Hof singen von Anfang an mit und genießen die Geselligkeit. "Es ist so lustig und schön", sagt Johanna Wiesler, "wir können ja nicht mehr tanzen gehen, da tut das Singen einfach gut."Das Volksliedersingen beginnt jeweils um 18 Uhr. Nachdem sich alle mit Getränken und Essen eingedeckt haben, sagt Waldemar Ortlieb die Lieder an. Der 83-jährige Josef Pfefferle, bekannt als Laili-Sepp, begleitet die Lieder auf der Handharmonika. Er spielt die meisten Lieder auswendig. Gesungen wird aus einer Liedersammlung, die Waldemar Ortlieb zusammengestellt hat. Etwa 800 dieser Liedersammlungen seien bereits im Umlauf. "Ich habe teilweise alte, handgeschriebene Lieder bekommen, die ich dann in die Sammlung aufgenommen habe", berichtet Ortlieb. "Wir singen Lieder, die früher in den Familien oder in der Schule gesungen wurden." Sein Wunsch ist es, Lieder zu erhalten und weiter zu geben. Wie zum Beispiel das Lied "Das schöne Münstertal", das der Münstertäler Hermann Riesterer, der später Lehrer im Münstertäler Ortsteil Wasen gewesen sei, aus Heimweh 1876 während seines Studiums in Karlsruhe geschrieben habe.Im zweiten Teil des Abends wird gesungen, was sich die Sängerinnen und Sänger wünschen, beendet wird der offizielle Teil gegen 21.30 Uhr immer mit dem Badnerlied. Meist geht es dann aber noch weiter. Einige bringen Instrumente mit, oft wird bis zum frühen Morgen musiziert und gesungen.Waldemar Ortlieb engagiert sich nicht nur für altes Liedgut, er beschäftigt sich mit vielen Seiten der Heimatgeschichte. Der frühere Verwaltungsangestellte hat Münstertäler Wegkreuze und alte Haus- und Hofnamen erfasst. Schon in den 80er-Jahren hat er begonnen, Geschichten, die ihm alte Münstertäler erzählten aufzuschreiben. Außerdem ermittelt er Personen auf alten Fotos.Als Ortlieb 2003 erstmals zum Volksliedersingen einlud, war seine Initiative die einzige. Inzwischen gebe es in fast jeder Gemeinde ein Volksliedersingen. "Immer wieder fragen mich Leute, wie es nur möglich sei, am Ende der Welt regelmäßig so viele Menschen zu versammeln", erzählt er lachend.

Wo man singt, da lass’ dich ruhig nieder Im Vordergrund rechts: Josef Pfefferle (mit der Handharmonika) und Waldemar Ortlieb, Initiator der Volkslied-Initiative. Foto: Gabriele Hennicke

Singen am "Ende der Welt"Eine Initiative in Münstertal pflegt altes Liedgut auf ganz praktische Art / Erstmals auch ein Sommertreff.

Die Liedersätze die mit viel mühevoller Arbeit von Herrn Ortlieb zusammengefasst wurden, können mit Mausanklicken "Bild PDF" aufgerufen werden. Bitte mit Geduld, weil dies 23,2 MB hat.(Achtung : Nur für den Eigenbedarf)


http://www.badische-zeitung.de/muenstertal/singen-am-ende-der-welt--63181256.html